Liebes Tagebuch,
heute ist der 21. Tag hier in der Apokalyptischen Nekrose. Ich erinnere mich nicht an vieles von früher, aber ich glaube das ist die längste Zeit, die ich bis jetzt am Leben war. Die Heerscharen vor den Toren werden immer größer und ich weiß nicht, wie lange wir sie noch aufhalten können. Dank Grolnar haben wir die letzte Nacht gerade so überlebt. Er meinte, dass wir noch schnell ein paar Notfallkonstruktionen errichten und dass die Verbesserungen an unseren Wassergeschütztürmen sie stoppen können. Das hat uns wohl den nochmal den Arsch gerettet. Keiner der geschätzten 2800 Untoten hat unsere Verteidigung überwinden können, obwohl es kurzzeitig echt knapp aussah.
Ich frage mich die ganze Zeit, wo die nur immer herkommen und woher sie wissen, wo wir sind. Besonders helle scheinen sie nicht zu sein. Wir haben uns auch bemüht tagsüber Ihre Reihen zu lichten. Ich habe eine alte AEG-Waschmaschine in der Wüste gefunden und sie zum Wurfgeschoss umfunktioniert. Ich bin so stolz auf mich, denn ich habe ganze acht dieser widerlichen Kreaturen damit umbringen können. “Umbringen” wirkt dabei echt ironisch: Ich glaube ja nicht, dass die wirklich leben. Jedenfalls hoffe ich, dass unsere Streifzüge so erfolgreich bleiben und ihre Anzahl nicht weiter steigt, sonst haben wir bald keine Chance mehr.