Eine Versionsverwaltung ist eine feine Sache, wenn man ein Projekt mit einem Team realisiert. Eine sinnvolle Anwendung ist auch, seinen Quellcode im Sinne des Allgemeinwohles der OpenSource-Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Hier setzt auch der Service der Webseite SourceForge an. Diese bietet kostenlos Speicherplatz und Verwaltungsdienste für OpenSource-Projekte an.

Zunächst benötigt man natürlich ein entsprechendes Werkzeug, um die Verbindung mit dem SVN-Server herzustellen und seine Quelltexte zu verwalten. Auf Dateiebene bietet sich für Windows das frei verfügbare Programm TortoiseSVN an. Dieses integriert sich in das Kontextmenü des Windows Explorers. Dies sei aber nur als weitere Information genannt.

Aber auch direkt für Visual Studio gibt es ein feines Programm, das sich perfekt in die Oberfläche integriert und ebenfalls kostenlos erhältlich ist. Auf der Homepage von Collabnet findet man AnkhSVN.

Zunächst muss man dieses natürlich herunterladen und installieren. Zusätzlich ist es auch praktisch, etwas an Quelltext zu haben, der veröffentlich werden soll und jemand anderen auch interessieren könnte. Aber das liegt im Ermessen von jeden selbst und hat mit diesem Artikel wenig zu tun.

Wenn man sein Projekt an einem Stand hat, der veröffentlicht werden soll, benötigt man ein entsprechendes Repository, in dem es eingestellt werden kann. Wie bereits erwähnt, bietet SourceForge für OpenSource-Projekte diesen Service kostenlos an. Dazu muss man das entsprechende Projekt auf der Homepage zunächst anlegen. Ist dies geschehen, findet man in dem angelegten Projekt einen Menüpunkt “SVN” unter dem man in etwa folgende Abbildung wiederfindet, wobei es sich hier beispielhaft um eines meiner Projekte handelt.

SourceForge SVN Adresse

Wichtig ist dabei für die Verwendung mit AnkhSVN lediglich die Serveradresse “https://*.svn.sourceforge.net/svnroot/*”. Diese wird im folgenden benötigt und kann direkt von dieser Seite kopiert werden. Den Rest des Befehls benötigt man nicht.

Hat man AnkhSVN erfolgreich installiert, erweitert dieses die Menüs von Visual Studio und fügt zusätzliche anzeigbare Fenster hinzu. Für den aktuellen Zweck benötigt man den “Repository Explorer”, dem man im Menü “Ansicht” bzw. “View” findet.

Repository Explorer Menü

Wählt man den Menüpunkt aus, öffnet sich folgendes Fenster. Hier ist im Normalfall noch nichts eingetragen. Über die einzige aktive Schaltfläche (Die Weltkugel mit dem kleinen Pluszeichen) lässt sich ein neues Repository anlegen.

Repository Explorer Fenster

In dem sich öffnenden Dialogfenster gibt man einfach die Adresse des SVN-Servers an. In diesem Beispiel die Adresse, die auf der SourceForge-Seite angegeben wurde.

Neues Repository Dialog

Nach kurzer Zeit, die dafür verwendet wird, den Server entsprechend abzufragen, wird das Repository in etwa wie folgt im Repository Explorer eingetragen. Selbiges Fenster kann man dann auch wieder schließen, da es nun nicht mehr benötigt wird.

Repository Explorer Fenster

Als Nächstes wählt man im “Solution Explorer” bzw. der “Projektmappe” diejenigen Projekte oder besser gleich die gesamte Solution aus, die veröffentlich werden sollen. Im Kontextmenü findet sich der Menüpunkt, mit dem Ihr Projekt unter Versionskontrolle gestellt werden kann.

Add to Subversion Menü

Es öffnet sich das folgende Fenster, in dem das eben erstellte Repository in dem Mehrfachauswahlfeld mit der Bezeichnung “Repository URL” ausgewählt werden muss. Weiterhin selektiert man das entsprechende Verzeichnis, so dass sich in dem Textfeld am unteren Ende wieder genau die Adresse des SourceForge-SVN-Servers ergibt.

SVN Server Dialog

Beim Bestätigen mit der Schaltfläche OK dauert es ein wenig. Dies bedeutet aber nicht, dass man bereits fertig ist. Das Programm fragt zunächst, ob die gewählte Projekte mit Symbolen markiert werden sollen, die deren Status über die Versionskontrolle angeben. Dies kann man beruhigt mit “Ja” beantworten.

Managed Dialog

Nun wurde der Quelltext aber immer noch nicht veröffentlich. Dafür existiert das Fenster “Pending Changes”, das ebenfalls im Menü “Ansicht” (“View”) gefunden werden kann. Hier sieht man alle Dateien, die man selbst seit der letzten Veröffentlichung verändert hat. Am Anfang beinhaltet dies natürlich alle sich im Projekt befindlichen Dateien.

Pending Changes Fenster

Über die Schaltfläche “Commit” lassen sich diese Änderungen übertragen. Dazu werden noch Nutzername und Passwort für den Zugriff auf den Server abgefragt. Diese sind dieselben, die für den Zugang auf SourceForge verwendet werden.

Dialog Zugangsdaten

Hat man alles richtig eingegeben erfolgt nach Bestätigung mit “OK” die Übertragung der Quellen auf den Server.

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